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Die orale Schleimhaut-Leukoplakie ist eine weiße, keratinisierende Erkrankung der Schleimhaut von Mund und Lippen. Sie trifft meist Männer im mittleren und höheren Lebensalter; klinisch kennzeichnen sie punktförmige, fleck- oder streifenförmige grau-weiße oder milchig-weiße keratinisierende Herde – meist gutartig, nur wenige mit bösartiger Entartungs-Neigung. Schätzungsweise liegt die Entartungs-Rate bei etwa 2 %.
Candida-Infektion; Knoten; orale Schleimhaut-Leukoplakie
Tabak ist der wichtigste äußere Reiz-Faktor – doch auch Schnupftabak kann eine besondere Form der Leukoplakie auslösen. Mechanische Reize wie Zähneputzen oder Kauen auf zahnlosem Alveolarkamm können ebenfalls Leukoplakie hervorrufen – dies nennt man Friktions-Keratose, nicht Schleimhaut-Leukoplakie. Syphilis kann eine Zungen-Schleimhaut-Leukoplakie auslösen und mit einer atrophischen Glossitis einhergehen. Bei der sogenannten spontanen Leukoplakie gibt es keine deutlichen lokalen Faktoren – hier ist die Schleimhaut-Atrophie ein wichtiger Ursachen-Faktor. Jüngere Forschungen sehen die orale Leukoplakie im Zusammenhang mit einer Candida-albicans-Infektion; man spricht daher von chronisch-proliferativer Candidose oder candidöser Leukoplakie. Die Hyperkeratose ist die Voraussetzung der Candida-Infektion; die Mundwinkel sind die bevorzugte Lokalisation der candidösen Leukoplakie. Eine britische Studie zeigte: unter den untersuchten Patienten mit candidöser Leukoplakie rauchten alle und trugen Tag und Nacht eine Prothese; etwa die Hälfte zeigte knotige Veränderungen – dies mag der Grund für die bis zu 45 % der epithelialen Dyspiasie sein. Behandelt man die candidöse Leukoplakie mit Antibiotika, so dauert die Therapie im Schnitt etwa 45 Tage – die knotigen und ein Teil der deutlichen Herde verschwinden. Allgemeine Faktoren umfassen Diabetes, endokrine Störungen und Vitamin-Mangel. Man vermutet, die Leukoplakie sei eine Abwehr-Reaktion des Körpers auf chronischen Reiz – die Hornschicht der Schleimhaut verdickt sich und wird dicht, um das darunterliegende Gewebe vor chronischem Reiz zu schützen.
Medikamentöse Therapie, Rehabilitationstherapie
Um einer bösartigen Entartung der Leukoplakie vorzubeugen, beachten Sie bitte: (1) Entfernen Sie alle möglichen Reize im Mund – Wurzelreste, Kronen-Reste, unpassende Prothesen. (2) Lokal können Vitamin-Folien aufgetragen werden. (3) Geben Sie Tabak und Alkohol auf, essen Sie weniger heiße und stark reizende Speisen. (4) Nehmen Sie unter ärztlicher Anleitung Vitamin A und Retinsäure ein. (5) Untersuchen Sie sich regelmäßig zahnärztlich; bei Entartungs-Neigung wird umgehend operiert.
Es wird eine Vorstellung in der Zahnmedizin empfohlen; vorab kann über diese Plattform ein Termin vereinbart werden.
Hinweis: Die obigen Informationen dienen nur der gesundheitsbezogenen Aufklärung und ersetzen keine fachärztliche Diagnose. Bei entsprechenden Symptomen suchen Sie bitte umgehend eine reguläre Klinik auf.
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