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Der kombinierte Naevus ähnelt äußerlich dem Grenzflächennävus, tritt gehäuft bei Jugendlichen auf und kann gelegentlich behaart sein. Der kombinierte Naevus vereint die pathologischen Merkmale des Grenzflächen- und des intradermalen Naevus; Nävuszellnester finden sich in der Dermis oder Epidermis. Die tiefer gelegenen Nävuszellen können spindelförmig im Bindegewebe eingebettet sein und wenig oder kein Melanin enthalten. In der Dermis besteht kaum oder keine Entzündung. Die Hautläsionen sind meist leicht erhaben, einige warzenförmig, von gelbbrauner bis brauner Farbe, mit oder ohne Behaarung. Der Naevus selbst beeinträchtigt die Gesundheit kaum und muss nicht behandelt werden; eine Therapie erfolgt meist aus kosmetischen Gründen oder bei Entartung. Gängige Verfahren sind operative Entfernung, ätzende Chemotherapie, Lasertherapie sowie Kältetherapie mit flüssigem Stickstoff, Elektroionisations-, Mikrowellen- und Elektrokauterisation.
Starke Schmerzen; lokales Brennen; Juckreiz; dunkler Leberfleck
Die Ursachen sind vielfältig und noch nicht abschließend geklärt. Man nimmt an, dass das Auftreten des kombinierten Naevus mit genetischen Faktoren und vor allem mit UV-belasteten Umweltfaktoren zusammenhängt. Er besteht aus Nävuszellen, die typischerweise Nester bilden. Typische Nävuszellen sind oval oder kubisch, mit deutlichem gleichmäßigem Zytoplasma, großem rundem oder ovalem blassem Bläschenkern. Da der Lebenszyklus der Nävuszellen Entwicklungs-, Reifungs- und Alterungsphasen durchläuft und mit zunehmendem Alter von der Epidermis in die Dermis wandert, unterscheidet sich ihre Morphologie in verschiedenen Hautschichten. Nävuszellen der oberen Dermis sind epitheloid und oft melaninhaltig, solche der mittleren Dermis ähneln lymphoiden Zellen, solche der unteren Dermis Fibroblasten oder Schwann-Zellen; in der mittleren und unteren Dermis enthalten sie kaum Melanin. Nävuszellnester finden sich in Epidermis und Dermis. Obere dermale Nävuszellen sind kubisch mit reichlich Zytoplasma und unterschiedlich vielen Melaningranula. Mittlere dermale Nävuszellen sind kleiner, mit weniger Zytoplasma und Melanin, meist nestförmig und gut begrenzt.
Operative Behandlung
Neben kosmetischen Gründen sollten folgende Naevi entfernt werden, um eine Entartung zum malignen Melanom zu vermeiden: 1. Naevi mit Dauerreibung, etwa im BH-Träger- oder Lendenbereich. 2. Naevi mit untypischen Veränderungen. Untypisch erscheinende Naevi können entarten, etwa sehr dunkle, ungleichmäßig pigmentierte (bunte), unregelmäßig begrenzte, asymmetrische mit einem Durchmesser über 5 mm. 3. Plötzliche rasche Veränderung eines einzelnen Leberflecks. Verändern sich alle Leberflecke hormonell bedingt gleichzeitig, ist dies unbedenklich; verändert sich ein einzelner Fleck plötzlich rasch, ist dies beachtenswert. 4. Naevi an besonderen Stellen. Naevi an Extremitäten (Händen, Füßen) müssen beobachtet werden, da sie dort häufiger zum malignen Melanom entarten. 5. Schleimhautnaevi. Dunkle Flecken an Mundschleimhaut, Bindehaut, Scheide und Vorhaut. 6. Nagelfalznaevi. Der Nagelfalz geht in die Haut unter dem Nagel über; der Fleck kann unter den Nagel wachsen, ist schlecht einsehbar und sitzt an der Extremität, sodass die Entartungswahrscheinlichkeit erhöht ist.
Es wird eine Vorstellung in einer sonstigen Fachabteilung empfohlen; vorab kann über diese Plattform ein Termin vereinbart werden.
Hinweis: Die obigen Informationen dienen nur der gesundheitsbezogenen Aufklärung und ersetzen keine fachärztliche Diagnose. Bei entsprechenden Symptomen suchen Sie bitte umgehend eine reguläre Klinik auf.
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