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Hüftgelenk-TB ~7,20% der gesamten Knochen-Gelenk-TB, an zweiter Stelle nach der Wirbelsäule. V. a. Kinder/Jugendliche; Männer > Frauen; 7–10% kombinierte Sakroiliakal-/untere Lendenwirbel-TB. V. a. Vorschulkinder. Langsam beginnend; erstes Symptom: Gangveränderung – gesunde Seite schwerer aufgesetzt, erkrankte leicht, leicht hinkend. Dann Oberschenkelschmerz, ausstrahlend zum Knie/anteromedialen Oberschenkel. Hinken/Schmerz anfangs intermittierend, nach Ruhe verschwindend; später andauernd und zunehmend.
Müdigkeit; Schwäche; abgeflachter/hängender Gesäßfurchen; Kinder liegen nicht flach; Appetitlosigkeit; anhaltender Schmerz; Subfebrilia; Kachexie; Ernährungsstörung
TB-Bazillen-Infektion. Pathologie: (1) einfache Synovial-TB: nur Synovialis mit Hyperämie/Ödem/Exsudat/Fibrose. (2) einfache Knochen-TB: intraossär, in der Epiphyse des Femurkopfs oder am Rand der proximalen Metaphyse. (3) Totalgelenk-TB: aus einfacher TB mit Knorpelzerstörung; früh = partielle knorpelige Nekrose; spät = totale knorpelige Nekrose mit massiver Knochenzerstörung/pathologischer Luxation. Trauma/Fraktur/Luxation/Verstauchung verursachen keine TB; chronische Überlastung/Schädigung spielt eine Rolle. Immundefizienz begünstigt. Ätiologie: (1) Übertragung: 80–90% der TB-Patienten (v. a. kavernös) haben Bazillen im Sputum – Nicht-In-die-Öffentlich-Spucken. Husten/Niesen kontaminieren Luft. Gastrointestinal seltener – pasteurisierte (65–72 °C) Milch schützt. Bazillen durchdringen keine gesunde Haut; direkte Haut-/Gelenkinfektion extrem selten; angeborene TB sehr selten. (2) Herdentstehung: Primärherde entstehen meist in der Kindheit; ein-/eingeatmete Bazillen proliferieren unter günstigen Bedingungen lokal-exsudativ; Teil dringt lymphogen in benachbarte Knoten, dann hämatogen in die Zirkulation; Emboli werden systemisch verteilt – die meisten eliminiert, wenige bilden winzige Herde, die meist wiederum eliminiert werden; wenige bleiben fibrös-verkapselt und ruhen. Bei Alter/Immundefizienz/Ungünstigem reaktivieren sie sich, durchbrechen die Kapsel, expandieren – klinisch fassbarer Herd. Hüft-TB entsteht wie andere Gelenk-TB aus primären Knochenherden in der Nähe (hämatogene Embolie in der Spongiosa/Periost der Gelenkenden). Einfache Knochen-TB ~90% aller Hüft-TB. Primärherd-Ausmaß/Zeit hängt von Bazillenzahl/Virulenz/Wirts-Immunität/lokaler Anatomie ab. Pathogenese: einfache Synovial-/Knochen-TB selten bei Vorstellung – meist Totalgelenk-TB. Lokalisation: Azetabulum am häufigsten, dann Femurhals, Kopf selten. Einfache Synovial-TB selten mit Abszess/Fistel; einfache Knochen-TB häufiger mit Abszess. Azetabulum-Eiter perforiert den Knorpel in das Hüftgelenk, sammelt sich posterior in der Gesäßmuskulatur oder medial in die Beckenhöhle. Femurhals-Eiter perforiert Periost/Synovialis in das Gelenk oder entlang der Markhöhle zum Trochanter major/lateralen Oberschenkel. Femurkopf-Eiter früh durch Knorpel in das Gelenk; spät anteromedial (schwache Kapsel, Kommunikation mit dem Psoas-Bursa). Fisteln bei ~20% bei Vorstellung; langanhaltende Mischinfektion → chronisch-sklerosierende Osteomyelitis. Lig. teres-Synovialis ödematös/hyperämisch/hypertroph; später zerstört; schwere Azetabulum-/Kopf-/Kapsel-Schädigung → pathologische (meist hintere) Luxation; spät Muskelspasmus der Adduktoren/Hüftbeuger → Beuge-Adduktions-Deformität. Schwere Zerstörung mit Ruhe → fibröse/knöcherne Ankylose, Beuge-Adduktions-Außenrotations-Stellung; bei Zerstörung von Kopf/Hals Pseudarthrose. Kindliche Hüft-TB beeinflusst das Längenwachstum: einfache Synovial-/Azetabulum-TB kann zu Wachstumsakzeleration führen (Kopf vergrößert, Hals verlängert, Coxa valga, Extremität 0,5–2,5 cm länger). Kopf/Hals-TB kann stimulieren (Halsbasis fern von der Epiphyse) oder hemmen (Kopf/Hals nahe Epiphyse, direkte Schädigung der Wachstumsfuge oder ihrer Perfusion – Coxa vara, Extremität 1–3 cm kürzer). Späte Totalgelenk-TB mit Epiphysenzerstörung: auch andere Wachstumsfugen der unteren Extremität leiden, Verkürzung bis > 10 cm.
Chirurgische Therapie, medikamentöse Therapie, supportive Therapie, rehabilitative Therapie
(1) Offene TB-Patienten desinfizieren/isolieren, Lungen-/Darm-TB-Senken, um sekundäre Knochen-Gelenk-TB zu senken. (2) Frühdiagnose/-therapie. (3) Massenhygiene-Bewegung: Nichtspucken, Desinfektion/Isolierung, Vorsorge, Frühtherapie, BCG. (4) Hüft-TB ist meist sekundär zu aktiver Lungen-TB – Primärherd-Behandlung ist Kern.
Es wird empfohlen, die Orthopädie aufzusuchen; vor dem Besuch kann auf dieser Plattform ein Termin vereinbart werden.
Hinweis: Die obigen Informationen dienen nur der Gesundheitsaufklärung und können eine professionelle medizinische Diagnose nicht ersetzen. Bei entsprechenden Symptomen suchen Sie bitte umgehend eine reguläre Klinik auf.
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