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Vergiftung durch Kontakt mit Phosphor-Präparaten, akut oder chronisch. Phosphor existiert in 4 Allotropen: Gelb-, Rot-, Violett- und Schwarzphosphor. Gelbphosphor (Weißphosphor) ist am toxischsten; bereits 1 mg/kg ist letal. Berufliche akute Vergiftungen entstehen meist durch Produktionsunfälle mit Verbrennungen durch flüssigen Phosphor mit anschließender Resorption; im Alltag ist versehentliche Einnahme von Gelbphosphor ursächlich.
Koma; ZNS-Depression; Blutdruckabfall; Dyspnoe; Delir; abdomineller Schmerz; Schwindel; Übelkeit; Bewusstseinstrübung; gastrointestinale Symptome.
Gelbphosphor ist hochtoxisch, die minimale Letaldosis für Erwachsene liegt bei 60–100 mg; Zinkphosphid ist ab 40 mg/kg letal. Nach Resorption zerstört Gelbphosphor intrazelluläre Enzyme und schädigt vor allem Leber, Herz und Niere mit Fettdegeneration dieser Organe und der quergestreiften Muskulatur, peripherem Kreislaufversagen, Knochenentkalkung und Blutungen. Zudem verursacht Gelbphosphor starke Verbrennungen und Verätzungen an Haut und Schleimhäuten und wird über Wunden resorbiert. Zinkphosphid reagiert mit Magensäure zu Phosphorwasserstoff und Zinkchlorid, die die Magenschleimhaut reizen und ätzen mit Entzündung, Hyperämie, Ulzera und Blutungen; der entstehende Phosphorwasserstoff wirkt auf Zell-Enzyme, stört den Zellstoffwechsel mit intrazellulärer Erstickung - betroffen sind ZNS, Atmung, Herz-Kreislauf-System sowie Leber und Niere, wobei das ZNS am frühesten und stärksten geschädigt wird.
Medikamentöse Therapie, supportive Maßnahmen; Magenspülung/Kohle, Leber-schützende Therapie.
Verzicht auf Gelbphosphor als Rohstoff; Ersatz durch Rotphosphor oder andere Substanzen. Arbeitssicherheit, Wartung der Schutzvorrichtungen, Gift-Lagerung. Persönliche Schutzmaßnahmen, nach Phosphor-Kontakt mit 5 %iger Bikarbonat-Lösung spülen; nicht mit verschmutzten Händen rauchen oder essen. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen inkl. Leberfunktion und Kiefer-Röntgen bei Phosphor-Arbeitern. Menschen mit schweren Zahn-/Mund-, Leber-Nieren-, Blut-, oder endokrinen Erkrankungen sind ungeeignet.
Bitte begeben Sie sich in die Notaufnahme; vor dem Besuch können Sie auf dieser Plattform einen Termin vereinbaren und Kontakt mit dem Facharzt aufnehmen.
Hinweis: Die obigen Informationen dienen nur der Gesundheitsaufklärung und können eine professionelle medizinische Diagnose nicht ersetzen. Bei entsprechenden Symptomen suchen Sie bitte umgehend eine reguläre Klinik auf.
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