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T59.601

Schwefelwasserstoff-Intoxikation

急诊科

Häufige Symptome

昏迷、咽喉干燥及灼热感、流鼻涕、胸闷、乏力、头晕、结膜充血、恶心、眼睛痒、咽喉部干燥刺痒

Erkrankungen und Erkrankungen

Schwefelwasserstoff (H2S) ist ein farbloses, reizendes und erstickendes Gas nach faulen Eiern. Niedrig-Konzentrationen reizen nur lokal Atemwege und Augen; hohe Konzentrationen wirken systemisch mit ZNS-Symptomen und Erstickung; extrem hohe Konzentrationen führen rasch zur Geruchsadaption ohne Warnwirkung. H2S entsteht im Bergbau, in der Verhüttung, bei der Zuckerrüben-Verarbeitung, Herstellung von Schwefelkohlenstoff, organophosphor-Pestiziden, Leder-, Schwefelfarbstoff-, Pigment- und Leim-Industrie; auch in Faulräumen, Senken, Kanälen, Klärgruben und Absetzbecken kann H2S in hohen Konzentrationen freigesetzt werden. Die Symptome hängen von Inhalationskonzentration und Dauer ab: leichte Verläufe mit lokalen Reizungen (Tränenfluss, Augenbrennen, Rachenbrennen); mittlere Verläufe mit Husten, Thoraxenge, Sehstörungen, Kopfschmerz/Schwindel und leichter Bewusstseinstrübung; schwere Verläufe mit Koma, Lungenödem, Atem-Kreislauf-Versagen; extrem hohe Konzentrationen (>1000 mg/m3) können zum „blitzartigen Tod“ führen. Schwere Verläufe hinterlassen Herzschäden und neuropsychiatrische Residuen.

Häufige Symptome

Koma; trockener/brennender Rachen; Rhinorrhö; Thoraxenge; Mattigkeit; Schwindel; konjunktivale Hyperämie; Übelkeit; juckende Augen; Rachenreizung.

Ursache und Pathogenese

H2S entsteht im Bergbau und bei der Kupfer-, Nickel-, Kobalt-Extraktion aus Erzen, bei der Niedrigverkokung von Kohle, der schwefelhaltigen Erdöl-Gewinnung, in Gummi-, Leder-, Schwefelfarbstoff-, Papier-, Pigment-, Gemüse-Einlege- und Zuckerindustrie. Auch bei Moor-/Graben-/Brunnen-/Kanal-Arbeiten, Müll- und Fäkalien-Entsorgung und in analytischen Laboren besteht Expositionsrisiko. Erdgas, Mineralquellen, Vulkangase und Grubenwasser enthalten ebenfalls H2S. Weil H2S in Wasser und Öl löslich ist, kann es sich über weite Strecken mitverteilen und zu Unfällen weitab der Quelle führen. Pathomechanismus: H2S wird über Atemwege aufgenommen, löst sich in Schleimhautwasser, bildet mit Natrium-Ionen Natriumsulfid und reizt Augen/Atemwege stark. Nach Resorption hemmt H2S Cytochrom-Oxidase und Disulfidbrücken (-S-S-) in der Atmungskette, stört die zelluläre Oxidation und führt zur Gewebshypoxie. Extrem hohe Konzentrationen reizen den Karotissinus mit reflektorischem Atemstillstand; alternativ direkt lähmende Wirkung auf das Atemzentrum mit sofortiger Erstickung, „elektrischer“ Tod.

Behandlung

Medikamentöse Therapie (Natriumnitrit/Methylenblau), supportive Maßnahmen; Atemstützung.

Prophylaxe

H2S ist farblos, riecht nach faulen Eiern, hochgiftig und ein Luftschadstoff. Industrieabgase (Schwefel-Brennstoff-Verarbeitung) und sauer reagierende Sulfide können H2S freisetzen; auch faulender Fisch, Fleisch, Eier, Abwasser und Jauchegruben entwickeln H2S. Bei akuter Vergiftung Betroffene sofort an die frische Luft bringen, bei Atemstillstand künstlich beatmen, schnell ins Krankenhaus. Retter in Gruben/Kellern müssen Frischluftmasken tragen, gesichert sein und überwacht werden. Arbeitsschutz: Atemschutz bei Überschreitung des MAK-Wertes (bei Notfällen umluftunabhängiges Atemgerät), chemische Schutzbrille, antistatische Schutzkleidung, Chemikalien-Handschuhe. Am Arbeitsplatz nicht rauchen/essen/trinken; nach der Arbeit duschen und umziehen. Rettungskräfte müssen Unterweisung haben.

Zuständige Abteilung

Bitte begeben Sie sich in die Notaufnahme; vor dem Besuch können Sie auf dieser Plattform einen Termin vereinbaren und Kontakt mit dem Facharzt aufnehmen.

Hinweis: Die obigen Informationen dienen nur der Gesundheitsaufklärung und können eine professionelle medizinische Diagnose nicht ersetzen. Bei entsprechenden Symptomen suchen Sie bitte umgehend eine reguläre Klinik auf.